Labor mit Utopieverdacht

Ein Labor mit Utopieverdacht ist ein selbstorganisierter, respektvoller, ergebnisoffener und transdisziplinärer Raum der Kollaboration, in dem sich alle Anwesenden gemeinsam gesellschaftspolitischen Fragen stellen, experimentieren und Skills teilen. Im Laufe des Labors entstehen so verschiedene Formate, Themen und offene Gruppen, die gemeinsam von Tag zu Tag neu konstituiert und weiterentwickelt werden.

Mehr dazu in unsrem Manifest und in unserem Code of Conduct.

Worum geht es am Labor mit Utopieverdacht?

Konfrontiert und oft überfordert mit der Gleichzeitigkeit von ökologischen, gesundheitlichen, sozialen und politischen Krisen fragen wir uns mehr denn je: Was wollen wir von der Zukunft und wie können wir sie gestalten?

Das Labor mit Utopieverdacht bietet dafür ein siebentägiges Experimentierfeld des Sozialen und Politischen, Künstlerischen und Wissenschaftlichen, Unternehmerischen und Aktivistischen. Herrschende Normen wie Leistung, Output, Wettbewerb, Kreativitätszwang stehen dabei unter Generalverdacht.

Das Labor lebt von den kleinen und grossen Themen, Wünschen und Experimenten, die die Laborierenden aus ihren verschiedenen aktivistischen Tätigkeiten, Disziplinen, Branchen, Lebensphasen und Erfahrungen mitbringen. Struktur bieten vor allem der Ort, das Essen und ein tägliches Plenum. Darüber hinaus gibt es, abgesehen vom ersten und vom letzten Tag, kein fixes Programm, keine feste Struktur, sondern diese wird gemeinsam von allen Teilnehmenden gestaltet.

Ein Labor mit Utopieverdacht existiert nicht ausserhalb der Realität. Gerade deshalb engagieren wir uns am Labor gemeinsam und (selbst-) kritisch gegen jegliche Diskriminierungsformen wie Rassismus, Antisemitismus, Sexismus, Queerfeindlichkeit, Antifeminismus, beHindertenfeindlichkeit/Ableismus und Disablismus, Altersdiskriminierung, Lookism oder Klassismus. Mehr dazu unter Zugänglichkeit.

Die Kulturanthropologin Ina Kuhn begleitete das LUV 2021 als teilnehmende Beobachterin. Daraus entstanden ist ihr Vortrag «Die gute Zukunft im krisenhaften Jetzt: Utopie-Festivals als Laboratorien für ein gutes Leben jenseits der Pandemie» – den Text findet ihr hier.

  • Labor 2026
    Das nächste Labor mit Utopieverdacht findet vom 9. bis 16. August 2026 auf der Burg Rothenfels statt. Die Anmeldung ist jetzt möglich! Es sind volle leere Tage mit viel Raum zum Träumen, voneinander Lernen, miteinander Denken und Konspirieren. Dazu gibt es einen tiefen Wald, eine weite Wiese, einen breiten Fluss, einen runden Pizzaofen und viel Raum zu gestalten. Mehr dazu, worum es beim Labor geht, findest du hier. Hier auf dieser Seite findest du die Eckdaten. Die vorläufigen Richtpreise betragen CHF 250/400/600/750/900/+. Mehr dazu und zu Ort, Anmeldung und Fragen der Zugänglichkeit findest du weiter unten. Wir freuen uns auf… Continue reading Labor 2026